Wie schon in einem unserer letzen Beiträge angekündigt, wollen wir Ihnen ein paar möglichkeiten zeigen, wie Sie ein mobiles Klimagerät selbst bauen können. Dabei wollen wir uns heute die einfachste Methode näher betrachten. Wir erklären, wie Sie dieses mobile Klimagerät nachbauen können und ob es im Endeffekt überhaupt etwas taugt.

Der Aufbau

Um dieses mobile Klimagerät selbst bauen zu können, benötigen Sie ganz alltäglichen Gegenstände, die fast jeder besitzt. Sie brauchen einen Ventilator, eine Handtuch, und einen Eimer, das wars. Der Aufbau funktioniert dann folgendermaßen: Sie machen dass Handtuch nass und hängen es im Raum auf. Außerdem muss ein Ende des Handtuchs im Eimer hängen, der auch mit Wasser gefüllt wird, sodass das Handtuch immer nass bleibt. Als nächstes richten Sie den Ventilator und schalten ihn ein. Voilà haben Sie Ihr eigenes mobiles Klimagerät selbst gebaut.

Die Funktionsweise

Laut dem Netz soll diese Art von Klimagerät durch die Verdunstung des Wassers die Luft abkühlen. Also im Grunde nach dem selben Prinzip, wie auch ein richtiges mobiles Klimagerät oder eine Klimaanlage, bei dem die Kälte duch Verdunstung des Kältemittels entsteht. Im Grunde also gar nicht so schlecht gedacht, denn das Wasser entzieht tatsächlich Wärme aus der Luft, wenn es verdunstet. Dazu kommt noch die gefühlte Wirkung, denn auf einer leicht feuchten Haut fühlt sich bewegte Luft wesentlich kälter an, man kann diesen Effekt vom Schwitzen.

Die Probleme

Leider hat dieses mobile Klimagerät einige Nachteile, die die Funktionsweise sehr beeinträchtigen. Wir haben bereits gelernt, dass es in einem geschlossenen System keine Abkühlung des gesamten Systems geben kann. Deshalb haben richtige Klimaanlagen Abluftschläuche mit der die warme Luft nach außen abgegeben wird. So etwas hat unsere selbstgebaute Klimaanlage nicht. Das heißt, die Luft wird zwar im Moment durch die Verdunstung des Wassers abgekühlt, aber da das Wasser, das die Wärme aufgenommen hat, im Raum bleibt, wird es dauerhaft gesehen nicht wirklich kälter. Es wird nur temporär ein Teil der Wärme von der Luft an das Wasser gegeben. Ein kleiner Fehler im System, der das ganze unbrauchbar macht.

Dazu kommt außerdem, dass durch diese permanente Wasserverdunstung eine enorm hohe Luftfeuchtigkeit im Raum erzeugt wird. Über die Nachteile von hoher Luftfeuchtigekeit haben wir bereits auf unserer Hauptseite berichtet.

Trotz diesen Nachteilen haben wir das ganze an einem heißen Sommertag, von denen es in letzter Zeit genügend gab getestet. Das Ergebnis entsprach ungefähr unseren Erwartungen. Wir haben die Temperatur zwar nicht gemessen, aber ein spürbaren Unterschied gab es leider nicht.

Unser Fazit

Leider konnte diese sehr einfache Klimaanlage nicht überzeugen. Auch wenn es praktisch keine Arbeit macht, so ein Klimagerät zu bauen, lohnt es nicht, da es so gut wie nichts bringt. Im Moment sieht es also so aus, als ob eine mobiles Klimagerät kaufen die einzige Lösung des Problems sei. In einem unserer nächsten Beiträge werden wir weitere selbstgebaute Klimaanlagen für Sie testen. Dann werden wir die Frage, ob sich ein mobiles Klimagerät selbst bauen lohnen kann und eine Alternative zur Klimaanlage kaufen sein kann, endgültig beantworten können.

Ein mobiles Klimagerät selbst bauen

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